46 Tage Südamerika – gezielte Vorbereitung auf die kommende Saison

46 Tage Südamerika liegen hinter mir. 46 Tage mit intensiven Trainingseinheiten, Wettkämpfen, neuen Trainingsreizen und vielen wertvollen Erfahrungen.

Meine diesjährige Saisonvorbereitung führte mich für knapp sieben Wochen nach Südamerika. Der Zeitpunkt dafür war für mich ideal: Während die Gletscher in der Schweiz, insbesondere Saas-Fee und Zermatt, aufgrund des fehlenden Schnees geschlossen waren, konnte ich in Südamerika unter winterlichen Bedingungen gezielt an meiner Vorbereitung auf die kommende Saison arbeiten.

Vom «Fin del Mundo» bis nach Bariloche

Meine Reise begann in Ushuaia – am «Fin del Mundo». Dort lag der Fokus zunächst vollständig auf dem Training. Nach den ersten intensiven Wochen ging es weiter nach Chile, wo ich in El Colorado und La Parva weitere Trainingstage absolvieren konnte. Der Fokus lag da Hauptsächlich auf Speed. 

Anschliessend führte mich die Reise wieder nach Argentinien. In Chapelco bei San Martín de los Andes setzte ich meine Vorbereitung fort, bevor es zum Abschluss nach Bariloche ging.

Über die gesamte Reise hinweg stand die sportliche Entwicklung im Mittelpunkt. Die verschiedenen Skigebiete und Bedingungen boten mir die Möglichkeit, viele Trainingskilometer zu sammeln und gezielt an Technik, Rennlinie und Konstanz zu arbeiten. Gerade diese frühe Phase der Saison ist entscheidend, um die Basis für den Winter aufzubauen und die technischen Elemente unter unterschiedlichen Bedingungen zu festigen.

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Vom Training in den Rennmodus

Nach den intensiven Trainingswochen konnte ich die Reise mit ersten Rennen abschliessen. Der Schritt vom Training in den Wettkampf ist für mich ein wichtiger Bestandteil der Saisonvorbereitung. Rennen geben mir die Möglichkeit, das im Training Erarbeitete unter Druck umzusetzen, Entscheidungen mit höherem Tempo zu treffen und gleichzeitig wichtige Erkenntnisse für die kommende Saison zu sammeln.

Mein persönliches Highlight war dabei der 3. Rang im South American Cup in Chapelco. Hinter Francesca Baruzzi und Jessica Hilzinger konnte ich mich einen Podestplatz sichern.

Besonders wertvoll war das Resultat auch im Hinblick auf meine Punkte. Durch meine Leistung konnte ich meine Punkte bereits im September minimieren und mir damit eine gute Ausgangslage für die kommende Saison schaffen.

Mehr als nur Training

Neben den sportlichen Resultaten nehme ich von dieser Reise vor allem viele Erfahrungen mit. 46 Tage so weit weg von zu Hause zu verbringen, selbstständig zu organisieren, täglich zu trainieren und gleichzeitig den Fokus auf die eigenen sportlichen Ziele zu behalten, ist auch mental eine wertvolle Erfahrung.

Ich durfte während dieser Zeit viele interessante Menschen aus dem internationalen Skisport kennenlernen und in unterschiedlichen Trainingsgruppen arbeiten. Jeder Trainingsort, jede Piste und jede Einheit hat mir neue Impulse gegeben und mich als Athletin weitergebracht.

Gerade im Leistungssport sind es oft die kleinen Details, die langfristig den Unterschied machen. Diese Reise hat mir die Möglichkeit gegeben, genau daran zu arbeiten.

Mit vielen Erkenntnissen zurück nach Europa

Ich bin sehr dankbar, dass ich diese Reise antreten konnte. Die Bedingungen in Südamerika haben mir genau das ermöglicht, was ich für meine Saisonvorbereitung gebraucht habe: viel Training auf Schnee, neue Trainingsreize und die ersten Möglichkeiten, mich im Wettkampf zu messen.

Mit dem Podestplatz im South American Cup, verbesserten Punkten und vor allem vielen Trainingskilometern und Erfahrungen geht es für mich nun zurück nach Europa.
Die Vorbereitung ist damit noch lange nicht abgeschlossen. Jetzt gilt es, die Erkenntnisse aus Südamerika mitzunehmen, weiter an meinen technischen und athletischen Details zu arbeiten und mich Schritt für Schritt auf die kommende Rennsaison vorzubereiten.

46 Tage Südamerika waren für mich weit mehr als eine Trainingsreise – sie waren ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu meinen sportlichen Zielen.